KRANK IM URLAUB

KRANK IM URLAUB - DAS MUSS NICHT SEIN!


SO BLEIBEN SIE IM URLAUB GESUND

Ob Sommergrippe oder verdorbener Magen: Eine Krankheit vermiest schnell den schönsten Urlaub. Mit diesen Tipps schützen Sie sich und Ihre Familie!


GUT VORBEREITET IN DEN URLAUB

Egal wo man seine Ferien verbringt, auf medizinische Zwischenfälle sollte man gut vorbereitet sein. Deshalb darf die Reiseapotheke in keinem Urlaub fehlen. Zwar kosten manche Arzneimittel in anderen Ländern weniger. Das Problem jedoch: Viele bekannte Präparate sind im Ausland unter einem anderen Namen oder gar nicht erhältlich. Auch Medikamentenfälschungen sind ein ernstes Problem.


JE EXOTISCHER DIE REISE, DESTO UMFANGREICHER DIE MINI-APOTHEKE

Für eine Reise an einen Ort mit guter ärztlicher Versorgung reicht in der Regel eine Grundausstattung an Arzneimitteln. Welche Medikamente darüber hinaus wichtig sind richtet sich nach Reiseziel, Reisedauer, geplante Aktivitäten und Alter. Welche Medikamente für Sie persönlich und Ihr Urlaubsziel ausserdem ratsam sind, kann Ihnen Ihr Apotheker oder Hausarzt sagen.


CHECKLISTE: REISEAPOTHEKE

Persönliche Medikamente in ausreichender Menge mitnehmen 


HAUTSCHUTZ:

Sonnenschutzmittel (mind. LSF 30), Mittel gegen Sonnenbrand, Insektenspray (DEET, ggf. Moskitonetz), Mittel gegen Insektenstiche (Gel, Roll-on) 


ERKÄLTUNG:

Mittel gegen Husten, Nasenspray, Halsschmerzen


MAGEN-DARM-BESCHWERDEN:

Mittel gegen Durchfall, Mittel gegen Verstopfung, Mittel gegen Übelkeit, Erbrechen, Reisekrankheit


ALLERGIEN:

Antihistaminika, antiallergische Salbe (z.B. bei Sonnenallergie)


PRELLUNGEN UND VERSTAUCHUNGEN:

Kältesprays und Salben Cold-Hot-Pack


SCHMERZEN UND FIEBER:

Fieberthermometer, schmerz- und fiebersenkendes Mittel (z.B. Paracetamol, Ibuprofen)


VENENPROBLEME:

(langen Reisen) Kompressionsstrümpfe, Venen Gel


VERLETZUNGEN:

Desinfektionsmittel für die Haut, Wund- und Heilsalbe, Verbandsmaterial, Pinzette, Schere, Zeckenzange, Handdesinfektion, Handschuhe, Pflaster Medikamente zur Empfängnisverhütung und/ oder Kondome


TIPP:

Kaufen Sie wegen der Bruchgefahr lieber Tabletten oder Dragees statt Tropfen oder Säfte. Auch Schmerz- und Fieberzäpfchen eignen sich für unterwegs weniger gut als Salben und Cremes, da sie bei höheren Temperaturen schnell schmelzen und unbrauchbar werden. Gerade in warmen Regionen sollte man daran denken, die Reiseapotheke möglichst kühl aufzubewahren.


REISEIMPFUNGEN - SCHUTZIMPFUNGEN

Welche Impfungen im Urlaub sinnvoll sind, hängt neben dem Ziel auch von der Art der Reise ab. Wer die Ferien am Hotelpool verbringen will, braucht weniger Impfungen als derjenige, der eine Trekkingtour durch den Dschungel plant. Ein Arzt sollte Urlauber deshalb rechtzeitig vor Reiseantritt dazu beraten.


VERSICHERUNGSSCHUTZ

Vor der Reise ist es sinnvoll, den Versicherungsschutz bezüglich Krankheiten und Unfälle für Ihre Reisedestination zu überprüfen. Grundsätzlich ist es so, dass Krankenkassen nur medizinische Leistungen im Ausland bei Notfällen bezahlen. Für Arzt- und Spitalkosten innerhalb Europas sind Sie mit der Grundversicherung meist ausreichend abgedeckt. Bei Überseereisen ist ein zusätzlicher Versicherungsschutz aber unerlässlich. Auf Reisen in EU- und EFTA-Ländern müssen Sie bei Notfällen die «Europäische Krankenversicherungskarte» (Krankenkassenkarte) vorweisen, sonst müssen Sie die Kosten gleich vor Ort bezahlen. Der Auslandschutz lässt sich mit einer Krankenzusatzversicherung oder einer Reiseversicherung erweitern.


VORBEUGEN REISEKRANKHEITEN - LEBENSMITTELVERGIFTUNGEN

Allzu sorgloses Reisen in fernen Ländern kann gehörig auf Magen und Darm schlagen. Nicht nur Montezumas Rache, sondern auch lebensbedrohliche Erkrankungen wie Typhus, Cholera und Hepatitis A drohen, wenn wichtige Hygiene- und Ernährungsregeln unterwegs missachtet werden. Verursacht werden die ernsten Erkrankungen meistens durch Viren, eine bakterielle Infektion oder durch den Kontakt mit verunreinigtem Trinkwasser.


UMGANG MIT LEBENSMITTELN UND SPEISEN - GEMÜSE UND SALATE:

Es gilt die alte Regel: Koch es, schäl es oder vergiss es. Starkes Erhitzen tötet Krankheitserreger ab, deshalb Eier, Fleisch, Fisch, Gemüse sowie Muscheln und andere Schalentiere nur gut durchgegart verzehren! Obst nur geschält geniessen! Vorsicht ist auch angesagt bei Büffets, die in Restaurants oder Hotels oft über mehrere Stunden von der Vorspeise bis zum Dessert das ganze Menü anbieten. Stehen die Speisen bei warmen Temperaturen lange ungekühlt auf dem Tisch, sind sie ein idealer Nährboden für Bakterien. Getränke Zum Trinken oder Zähneputzen nur abgefülltes Trink- oder Mineralwasser aus der Flasche benutzt werden. Kaffee und Tee sollten mit sprudelnd kochendem Wasser aufgebrüht werden. Frisch gepresste Fruchtsäfte sind riskant. Milch- und Eiprodukte - Keine ungekochte Milch trinken! Pasteurisierte Produkte sind unbedenklich. Industriell abgepacktes Eis kann bedenkenlos geschleckt werden.


VORBEUGEN SONNENBRAND

Fast jeder bleibt gern mal etwas länger in der Sonne sitzen. Was immer wieder vergessen wird: Ein bedeckter Himmel ist kein Freibrief für Frischluftfans. Wolken lassen UV-Strahlen durch. Wer im Süden Urlaub macht, ist besonders gefährdet: Mit der Nähe zum Äquator steigt die Kraft der Sonne.

Grundregeln: Schutz vor Sonnenbrand: Schatten und Kleidung bieten den besten Schutz vor UV-Strahlen. Meiden Sie die direkte Sonne zwischen 11 und 15 Uhr. In der Sonne immer Hut und Sonnenbrille tragen. Sonnencreme muss reichlich und mindestens 30 Minuten vor dem Gang an die Sonne aufgetragen werden. Kinder sollten generell mit LSF von 50 vor der Sonne geschützt werden. Kleinkinder nie der direkten Sonne aussetzen. Generell gilt: Halten Sie sich so oft es geht im Schatten auf, damit vermeiden Sie schon mal 50 Prozent der schädlichen Strahlen. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen erholsamen Sommerurlaub.




Frau Dr. Med. Amineh Solberg, regio-swiss.ch | Ausgabe Zentralschweiz

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Dr. Amineh Solberg
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