MIT GUTEM VORSATZ INS NEUE JAHR! NIE MEHR RAUCHEN!

Der Jahreswechsel ist die Zeit der Besinnung, Bilanzen und vieler, vieler guter Vorsätze. An vorderster Stelle stehen dabei das Thema Gesundheit und Rauchen. Genuss, Gewohnheit, Sucht- das Päckchen Zigaretten gehört bei vielen Menschen zum Alltag. Fast jeder dritte Mann und jede vierte Frau in der Schweiz rauchen. Jedoch möchten 61% der Befragten gerne aufhören. Warum ist es so schwer davon loszukommen? Dabei gibt es viele Gründe es dennoch zu tun!


RAUCHEN IST GIFTIG

Nikotin, Aceton und Teer bis hin zu Verdickungs- und Geschmacksstoffe. Bis zu 4000 Substanzen stecken in einem einzigen Glimmstängel, 200 davon sind giftig für den menschlichen Körper und 40 krebserregend. Hinzu kommen Schäden an der DNA.


RAUCHEN MACHT KRANK

Jedes Jahr sterben in der Schweiz 9500 Menschen vorzeitig an den Folgen des Rauchens. Das sind 26 Menschen pro Tag. Mit fast 2 Millionen Raucherinnen und Rauchern gehört der Tabakkonsum zu den grössten Problemen der öffentlichen Gesundheit in der Schweiz. Die häufigsten Krankheiten, die durch Rauchen entstehen, sind: Atemprobleme, Herzinfarkt und Krebs. Neun von zehn Patienten der chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) rauchen oder haben früher geraucht. Das Herzinfarkt-Risiko verdoppelt sich schon ab sechs Zigaretten pro Tag, ab 16 Zigaretten vervierfacht es sich. Neben Gefäßverengung erhöht sich beim Rauchen die Gefahr von Blutgerinnseln. Besonders Frauen sollten aufpassen - besonders gefährlich ist die Kombination Rauchen und Anti- Baby-Pille. Raucher haben gegenüber Nichtrauchern ein doppelt so hohes Risiko an Krebs zu sterben.


RAUCHEN IST EINE SUCHT

Auch wenn Ihnen bewusst ist, dass Sie Ihrem Körper und Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun, verschwindet das Verlangen nach Zigaretten nicht einfach so. Nikotin macht süchtig und erschwert den Weg vom Raucher zum Nichtraucher. Aber es gibt Methoden, die den Weg einfacher machen können und helfen können Hürden zu nehmen.


TIPPS, DIE IHNEN HELFEN MIT DEM RAUCHEN AUFZUHÖREN

Wie kann man seinen Kopf austricksen und das Verlangen nach einer Zigarette verdrängen?

1. Überlegen Sie sich, wann Sie aufhören wollen und machen Sie einen Vertrag mit sich selbst z.B. zu Beginn eines neuen Jahres oder an Ihrem Geburtstag.

2. Machen Sie sich Gedanken, weshalb Sie mit dem Rauchen aufhören wollen, schreiben sie es nieder und lesen Sie die Liste immer dann durch, wenn Sie schwach werden.

3. Informieren Sie Ihr Umfeld und bitten Sie um Verständnis und Unterstützung bei Ihrem Vorhaben mit dem Rauchen aufzuhören.

4. Verändern Sie Gewohnheiten: Hören Sie Musik, nehmen Sie etwas zu Lesen zur Hand, kauen Sie zum Beispiel nach dem Essen Kaugummi. Lenken Sie sich ab: Eine Runde ums Haus, Wasser trinken, Atemübungen oder Entspannungsübungen, spielen Sie mit einem Antistressball oder einem Kugelschreiber, sprechen Sie mit einer Person die Ihnen nahe steht oder rufen Sie einen guten Freund an.

5.Dringendes Rauchbedürfnis? Halten Sie durch. Es verschwindet meist nach 3 bis 5 Minuten und wird immer seltener. Die meisten Rückfälle passieren in der ersten Woche. Fokussieren Sie sich auf Ihr Ziel: gesünder, fitter und freier zu werden.

6. Belohnen Sie sich selbst! Legen Sie das gesparte Geld zurück und gönnen Sie sich einen Herzenswunsch.

Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt bezüglich Medikamente oder Nikotinersatzprodukte, die den Entzug erleichtern können. Viele Krankenhäuser und Krankenkassen bieten in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt medizinische Beratung und bei Bedarf medizinische Unterstützung, wie auch Entspannungsübungen, Yoga, Akupunktur und Hypnose. Dort erhalten Sie Strategien und Motivationssupport sowie Coaching und Begleitung. Neu sind auch interaktive Hilfen wie spezielle Apps wie z.B. « Smoke Free Buddy App», «Stop-tabac» oder «Quit now».


SO ERHOLT SICH IHR KÖRPER, WENN SIE NICHT MEHR RAUCHEN

• Nach 1 Jahr halbiert sich das Risiko eines Herzinfarkts

• Nach 5 Jahren ist das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und für einen Hirnschlag gleich wie bei Nichtrauchern

• Nach 5 Jahren halbiert sich das Risiko für Mundhöhlen-, Luftröhren- und Speiseröhrenkrebs

• Nach 10 Jahren halbiert sich das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben

• Nach 15 Jahren liegt das Krankheitsrisiko der Herzkranzgefässe auf dem Niveau von Nichtrauchern


Gute Informationen erhalten Sie auch bei derLungenliga.ch, Swissheart.ch und stopsmoking.ch




Frau Dr. Med. Amineh Solberg, regio-swiss.ch | Ausgabe Zentralschweiz

Wie dürfen wir Ihnen helfen?

Kontaktieren Sie uns gerne per
Telefon oder E-Mail unter:

+41 (041) 260 10 37
praxis@seetal-docs.ch

Dr. Amineh Solberg
Dr. Amineh Solberg